Vita

Graham Waterhouse

Composer and Cellist

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"Seit meiner Kindheit gehören
Komponieren und Spielen
in meiner Vorstellung immer zusammen,
eins kann das andere formen und speisen."


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Der Komponist und Cellist Graham Waterhouse, geboren 1962, stammt aus einer Londoner Musikerfamilie, sein Vater ist der Fagottist und Musikwissenschaftler William Waterhouse. Seine Ausbildung erhielt er an der Cambridge University (Komposition und Musikwissenschaft) und an der Folkwang Hochschule in Essen und der Hochschule für Musik Köln (Violoncello, Dirigieren, Klavier).

 

Zu seinen Lehrern gehören Maria KliegelYoung-Chang Cho und Eldaer Issakadze (Violoncello) sowie Hugh WoodRobin Holloway und Alexander Goehr (Komposition). Er ergänzte sein Studium durch Kurse u. a. bei Janos Starker und Siegfried Palm. Besondere musikalische Anregungen empfing er von Sergiu Celibidache und Siegfried Palm, dem er seine Three Pieces for Solo Cello op. 28 widmete.

 

1987/88 war er unter Sergiu Celibidache stellvertretender Solocellist des Schleswig-Holstein Festivalorchesters. Er spielte auch mit dem Frankfurter Ensemble ModernMusikFabrik NRW, seit 1995 mit dem oh ton ensemble, Oldenburg, dem “Philharmonia Orchestra" London und dem Ensemble Modern Orchester unter Pierre Boulez.

Als Interpret eigener Musik trat er bei Festivals in Deutschland, Holland, Polen, Mexico, USA und England auf, namentlich beim 1. Sergiu Celibidache Festival (München), Bodensee Festival, Swaledale Festival (UK) und Schostakowitsch Festival (Stuttgart). Sein Cellokonzert op. 27 brachte er zur Aufführung in Mexico City, Nizhnij Novgorod, Weimar, Baden-Baden, Idstein und Cambridge.

Er gewann Preise bei Kompositionswettbewerben in München (Tonkünstlerverband-Wettbewerb 1996) und Weimar (Via Nova 2000). Die Birmingham Chamber Music Society zeichete sein Streichquartett Chinese Whispers 2011 mit dem BCMS Composition Prize aus. Unter seinen Kompositionen befinden sich Auftragswerke für die Münchener Biennale (Internationales Festival für neues Musiktheater), die International Double Reed Society, das Schleswig-Holstein Festival, das Orchestre de Chambre de Lausanne, das Orquesta Sinfónica del Estado de Mexico und die Park Lane Group, London.

Durch seine Arbeit mit dem Ensemble Modern, MusikFabrik und Trio Présence hat er Kontakt zu vielen zeitgenössischen Komponisten, und er hat zahlreiche ihrer Werke uraufgeführt, u.a. von Iannis XenakisBeat Furrer und Klaus Huber.

Er spielt im Vuillaume-Cello-Ensemble, einer Gruppe von fünf Cellisten, die alle auf einem Instrument des renommierten Pariser Geigenbauers Jean-Baptiste Vuillaume (1798-1875) musizieren. 2005 gründete er das „Waterhouse Klaviertrio" mit Boris Kucharsky, Violine, und Irina Puryshinskaja, Klavier.

Seine Kompositionen erschienen vor allem bei den Verlagen Hofmeister (Leipzig), Zimmermann, Lienau (beide Frankfurt), Accolade (Warngau) und Heinrichshofen (Wilhelmshaven).

1998 war Graham Waterhouse "featured composer" bei der IDRS conference in Arizona, 2001 erhielt er ein „Stipendium der Landeshauptstadt München“, 2001 war er "composer in residence" bei den „Solisten der Kammerphilharmonie Berlin", 2006 "artiste en residence" in Albertville (Frankreich) und 2008 "Musician By-Fellow" am Churchill College in Cambridge (UK). Dort gab er Konzerte mit seinem Klaviertrio sowie als Solist für die UK Erstaufführung seines Cellokonzerts op. 27.

Seit 1998 veranstaltet er in Zusammenarbeit mit dem Münchener Kulturreferat eigene Kammerkonzerte im Gasteig, in denen die Musik der Gegenwart den ihr zustehenden gleichberechtigten Platz neben der klassischen Literatur erhält.

In regelmäßiger Zusammenarbeit mit Violeta Dinescu an der Universität Oldenburg hält er Komponisten-Colloquien zur zeitgenössischen Musik. Er ist Instruktor beim National Chamber Music Course, einem Ferienkurs für Kammermusik in Preston, UK. Seit 2005 gibt er Kinderkonzerte und Kurse für die Kinder Insel Hombroich, wo Kinder mit bildenden Künstlern und Musikern zusammengeführt werden, wie bei den Streichertagen 2010. Er wirkt mit bei den KLANG-AKTIONEN - NEUE MUSIK MÜNCHEN, die Josef Anton Riedl 1960 initiierte.

Seine Musik ist auf CD zu hören, insbesondere auf zwei CDs mit ausschließlich seinen Werke, "Portrait" (2001, Cybele) mit Werken für Klavier, Klarinette und Cello sowie "Portrait 2" (2004, Meridian), Werke für Streichorchester (English Chamber Orchestra) und für Bläserensemble (Endymion). Im Jahr 2018 erhielt er einen Doktortitel für Komposition von der Birmingham City University, UK.